Rhein-Zeitung (14.01.25): TuS Asbach Rückblick
TuS Asbach: Schuften auf dem Platz und in den Kabinen
Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist die schwierigste, sagt eine oft zitierte Weisheit unter Fußballern. Kein Wunder also, dass Trainer Simone Floris mit Wohlgefallen auf das bisherige Abschneiden seines TuS Asbach in der Bezirksliga Ost schaut.
Nach 17 Spielen, zwei davon zählten bereits zur Rückrunde, belegt sein Team einen guten neunten Platz und weist fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge auf. Doch mit der Zufriedenheit ist das so eine Sache. „Eigentlich müssen wir sehr zufrieden sein“, bestätigt Floris, der in der dritten Saison in Asbach tätig ist. „Aber das Umfeld hier ist auch sehr anspruchsvoll und erwartet viel von uns. Natürlich hätten wir alle gern noch mehr Punkte, aber es gab auch siegreiche Spiele, die anders hätten enden können.“ Besonders schmerzte den Trainer die 1:2-Niederlage im letzten Spiel des Jahres beim Tabellennachbarn SG Wallmenroth, den die Asbacher nach Punkten aufschließen lassen mussten, anstatt das Polster zu den hinteren Rängen in der Tabelle zu vergrößern. Trainer Floris sieht bei seiner Mannschaft ein grundsätzliches Problem: „Da wir zu Hause auf Kunstrasen trainieren und spielen, haben wir auswärts häufiger Probleme, wenn wir auf Naturrasen ranmüssen.“
Asbach hat bislang nur zwei Auswärtssiege erspielt
Die Statistik belegt das, denn von neun Begegnungen auf fremden Plätzen haben die Asbacher nur zwei gewonnen, Beim TuS Montabaur und bei der SG Alpenrod: „Dort war der Platz jeweils in sehr gutem Zustand.“ Doch Floris ist sich nicht sicher, ob die relative Auswärtsschwäche seines Teams wirklich nur am Untergrund liegt: „Vielleicht ist das auch eine Kopfsache“, vermutet er. Von einem Kräfteverschleiß zum Ende eines ereignisreichen Fußballjahres, in dem der TuS Asbach vier der letzten sechs Spiele verlor und nur vier Punkte holte, will Simone Floris jedenfalls nicht sprechen: „Im Gegenteil, wir trainieren drei Mal pro Woche und standen bis zum Ende voll im Saft. Das ist viel für die Jungs, da kann auch mal ein Tag kein guter Tag sein. In einer Saison läuft nie alles so, wie man es sich wünscht, sonst wäre man ohne Punktverlust Erster.“
Pokalspiel gegen Oberligist FV Engers war das Highlight
So legt der Trainer den Fokus seiner Nachbetrachtung lieber auf die positiven Dinge: „Für unser Umfeld war das knapp mit 1:2 verlorene Rheinlandpokalspiel gegen den FV Engers Mitte Oktober gewiss ein Highlight. Wir haben dem Oberligisten Widerstand geleistet und haben nach unserem Ausgleich sogar auf den Siegtreffer gedrängt. Für mich persönlich war das Schönste in der Hinrunde, dass wir sechs Mal zu null gespielt haben.“ Sieben Siege, zwei Unentschieden und acht Niederlagen stehen in der Asbacher Winterbilanz.
Simone Floris zeigt sich in seiner dritten Saison in Asbach beeindruckt vom Engagement der Mannschaft und des Umfelds: „Wir bekommen jetzt endlich Bänke für die Trainer und die Ersatzspieler und haben unsere Kabinen vergrößert, aus zwei Kabinen eine gemacht, die Platz genug bietet für 18 Spieler.“ Möglich ist das, weil viele Hände helfen: „Unser Abteilungsleiter Waldemar Komor stellt sich im Training als Ersatztorwart zwischen die Pfosten, schlüpft anschließend in die Arbeitsklamotten und packt bei Umbau an. Auch ein Großteil der Spieler hat nach dem anstrengenden Training noch in den Kabinen geschuftet. Das zeigt die große Identifikation mit dem Verein, so etwas habe ich bisher in keinem Verein erlebt.“
Trainingsauftakt ist am 28. Januar
Nun fiebern Simone Floris und seine Schützlinge dem Trainingsauftakt am Dienstag, 28. Januar, entgegen, ehe am Sonntag, 9. März die Punktspielrunde mit dem Heimspiel gegen Höhr-Grenzhausen fortgesetzt wird. „Die Winterpause ist lang und langweilig“, findet der Trainer, „letztes Jahr hat es im Februar noch geschneit. Er hofft, „dass es bis zum 28. Januar richtig kalt ist und danach der Frühling beginnt.“ Doch als erfahrener Fußballlehrer weiß Simone Floris, dass es im richtigen Leben nicht anders ist als im Fußball: „Manches kann man sich eben nicht aussuchen.“
Stefan Kieffer (Rhein-Zeitung vom 14.01.2025)
Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist die schwierigste, sagt eine oft zitierte Weisheit unter Fußballern. Kein Wunder also, dass Trainer Simone Floris mit Wohlgefallen auf das bisherige Abschneiden seines TuS Asbach in der Bezirksliga Ost schaut.
Nach 17 Spielen, zwei davon zählten bereits zur Rückrunde, belegt sein Team einen guten neunten Platz und weist fünf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge auf. Doch mit der Zufriedenheit ist das so eine Sache. „Eigentlich müssen wir sehr zufrieden sein“, bestätigt Floris, der in der dritten Saison in Asbach tätig ist. „Aber das Umfeld hier ist auch sehr anspruchsvoll und erwartet viel von uns. Natürlich hätten wir alle gern noch mehr Punkte, aber es gab auch siegreiche Spiele, die anders hätten enden können.“ Besonders schmerzte den Trainer die 1:2-Niederlage im letzten Spiel des Jahres beim Tabellennachbarn SG Wallmenroth, den die Asbacher nach Punkten aufschließen lassen mussten, anstatt das Polster zu den hinteren Rängen in der Tabelle zu vergrößern. Trainer Floris sieht bei seiner Mannschaft ein grundsätzliches Problem: „Da wir zu Hause auf Kunstrasen trainieren und spielen, haben wir auswärts häufiger Probleme, wenn wir auf Naturrasen ranmüssen.“
Asbach hat bislang nur zwei Auswärtssiege erspielt
Die Statistik belegt das, denn von neun Begegnungen auf fremden Plätzen haben die Asbacher nur zwei gewonnen, Beim TuS Montabaur und bei der SG Alpenrod: „Dort war der Platz jeweils in sehr gutem Zustand.“ Doch Floris ist sich nicht sicher, ob die relative Auswärtsschwäche seines Teams wirklich nur am Untergrund liegt: „Vielleicht ist das auch eine Kopfsache“, vermutet er. Von einem Kräfteverschleiß zum Ende eines ereignisreichen Fußballjahres, in dem der TuS Asbach vier der letzten sechs Spiele verlor und nur vier Punkte holte, will Simone Floris jedenfalls nicht sprechen: „Im Gegenteil, wir trainieren drei Mal pro Woche und standen bis zum Ende voll im Saft. Das ist viel für die Jungs, da kann auch mal ein Tag kein guter Tag sein. In einer Saison läuft nie alles so, wie man es sich wünscht, sonst wäre man ohne Punktverlust Erster.“
Pokalspiel gegen Oberligist FV Engers war das Highlight
So legt der Trainer den Fokus seiner Nachbetrachtung lieber auf die positiven Dinge: „Für unser Umfeld war das knapp mit 1:2 verlorene Rheinlandpokalspiel gegen den FV Engers Mitte Oktober gewiss ein Highlight. Wir haben dem Oberligisten Widerstand geleistet und haben nach unserem Ausgleich sogar auf den Siegtreffer gedrängt. Für mich persönlich war das Schönste in der Hinrunde, dass wir sechs Mal zu null gespielt haben.“ Sieben Siege, zwei Unentschieden und acht Niederlagen stehen in der Asbacher Winterbilanz.
Simone Floris zeigt sich in seiner dritten Saison in Asbach beeindruckt vom Engagement der Mannschaft und des Umfelds: „Wir bekommen jetzt endlich Bänke für die Trainer und die Ersatzspieler und haben unsere Kabinen vergrößert, aus zwei Kabinen eine gemacht, die Platz genug bietet für 18 Spieler.“ Möglich ist das, weil viele Hände helfen: „Unser Abteilungsleiter Waldemar Komor stellt sich im Training als Ersatztorwart zwischen die Pfosten, schlüpft anschließend in die Arbeitsklamotten und packt bei Umbau an. Auch ein Großteil der Spieler hat nach dem anstrengenden Training noch in den Kabinen geschuftet. Das zeigt die große Identifikation mit dem Verein, so etwas habe ich bisher in keinem Verein erlebt.“
Trainingsauftakt ist am 28. Januar
Nun fiebern Simone Floris und seine Schützlinge dem Trainingsauftakt am Dienstag, 28. Januar, entgegen, ehe am Sonntag, 9. März die Punktspielrunde mit dem Heimspiel gegen Höhr-Grenzhausen fortgesetzt wird. „Die Winterpause ist lang und langweilig“, findet der Trainer, „letztes Jahr hat es im Februar noch geschneit. Er hofft, „dass es bis zum 28. Januar richtig kalt ist und danach der Frühling beginnt.“ Doch als erfahrener Fußballlehrer weiß Simone Floris, dass es im richtigen Leben nicht anders ist als im Fußball: „Manches kann man sich eben nicht aussuchen.“
Stefan Kieffer (Rhein-Zeitung vom 14.01.2025)